|
Die Familie an der Pirk!
Segler und Gast im Seglerverein an der Talsperre Pirk zu sein, immerhin 500 km von zu Hause, ist einfach toll. Nach einer Woche am Bodensee segelte ich, so zu sagen auf der Rückreise nach Schwerin, auf dem Stausee der Talsperre Pirk die Regatta der 3. Pirker Finntage mit.
Mein Boot hatten wir schon eine Woche vorher dort „abgeliefert“ und einen ersten Eindruck vom Revier und dem Verein gewinnen können. Herzlich wurden wir aufgenommen und umsorgt, eine unangemeldete Übernachtung war kein Problem. Den familiären Charakter des Vereins schätzten wir schon zu diesem Zeitpunkt.
Am Freitag vor der Regatta reisten wir dann aus Richtung Süden rechtzeitig an. Das Boot war segelklar, so dass wir die anreisenden Segler von der Terrasse des Vereins, mit herrlichem Blick auf den Stausee, begrüßen konnten. Frisch gezapftes Bier, Hausmannskost und viele Gespräche über Segeln, den Verein, die Talsperre und über das bewahrte Miteinander im Verein zeigten uns, hier ist Welt in Ordnung.
Es ist schön, dass sich besonders die kleinen Vereine ihre Kameradschaft, ihre Geselligkeit aber auch ihren sportlichen Ergeiz bewart haben. Der Verein bildet wieder junge Segler im Opti aus und auch die von Micha und seinen Mitstreitern ins Leben gerufenen Finntage sind ein Beleg dafür.
Nach dem kurzweiligen Freita gabend (Nacht) hielt es mich am Samstag nicht lange in der Koje. Um kurz nach sechs, ein wunderschöner Tag hatte gerade begonnen, erkundete ich die Umgebung der Talsperre mit dem Rad. Nachdem wir am Bodensee bereits „Bergerfahrung“ gesammelt hatten, dachte ich, dass Voigtland werde ich schon packen. Zwei Stunden quälte ich mich über Oelsnitz, Walkmühlen – Häuser, Oberhermsgrün, Triebel, Bösenbrunn und dem Staudamm zurück zum Verein. Anstrengend aber wunderschön!
Und wieder fühlte ich mich wie zu Hause. Ein reichhaltiges Frühstück, liebevoll von den Vereinsmitgliedern bereitet, brachte mich wieder zu Kräften.
Und wider aller Prognosen, der Wind, in den Vorjahren wohl Mangelware, war da! Nicht ganz einfach bei dem auflandigem Wind ins Wasser zu kommen, aber alle waren pünktlich am Start. Alles war bestens: der Wind, die Wettfahrtleitung, des Teilnehmerfeld, das Publikum, die Stimmung bei den Seglern und den Organisatoren. Zu den Regatten hat Micha ja schon einiges berichtet. Ich möchte nur ergänzen: Das Revier ist eine große Herausforderung. Es ist wie beim heute zu Ende gegangenen Amerikas-Cup; ein schon gewonnen geglaubtes Rennen ist noch lange nicht gewonnen, abgerechnet wird - wie im richtigen Leben - immer erst im Ziel! Dennoch, oder gerade deshalb, hat es mir sehr viel Spaß gemacht auf der Pirk zu „matchen“. Und es war sicher nicht das letzte Mal auf dem Stausee, in Pirk!
Die Regattafete, mit Micha am Pult, war eine Party vom Feinsten. Und es war besonders toll, dass viele Vereinsmitglieder mit Spaß, Freude und Einsatz dabei waren. Eine große Familie an der Pirk hatte Besuch! Und als willkommene Gäste haben wir uns in jedem Moment gefühlt. Danke!
Bärbel und Klaus-Dieter Götz aus Schwerin
Schwerin, 3. Juli 2007
Ergebnis Pressebericht Fotos
|